Aktuelle Betrugsmaschen mit Rechnungen: Fake-Rechnungen 2026 erkennen
Heutige Fake-Rechnungen sehen oft nicht falsch aus. Täter fangen echte Rechnungen per E-Mail ab und ersetzen die IBAN im PDF, und der Betrag passt zu früheren Bestellungen. Diese Seite sammelt belegte Warnungen aus 2026, jede mit Datum, Merkmalen, Rat der Quelle und Link zum Original. Stand: 04.11.2026.
So funktionieren heutige Fake-Rechnungen
Echte Rechnung, ersetzte IBAN
Laut Verbraucherzentrale Thüringen verschaffen sich Täter Zugang zur E-Mail-Kommunikation, fangen Rechnungen ab und ersetzen die IBAN im PDF. Die manipulierte Rechnung kommt scheinbar vom echten Absender, auch erwartete Rechnungen sind betroffen. Quelle: Verbraucherzentrale Thüringen ↗
Rechnung passt zu früheren Bestellungen
Ein Ratgeber im EWE Business-Magazin beschreibt den Ablauf so: Die Rechnung scheint vom üblichen Lieferanten zu stammen, der Betrag passt zu früheren Bestellungen, bei einer oberflächlichen Prüfung fällt nichts auf, dann wird gezahlt. Als Vorstufe nennt der Artikel Datendiebstahl, etwa ein gekapertes Postfach. Quelle: EWE Business-Magazin ↗
Aktuelle Warnungen
Die Warnungen stehen in zeitlicher Reihenfolge. Jede stammt von einer Verbraucherzentrale, einem Medium oder einer Warnseite und ist mit dem Original verlinkt.
Manipulierte Rechnungen per E-Mail: Kontodaten prüfen
Absender und Masche: Täter greifen E-Mail-Kommunikation ab und tauschen die IBAN im PDF aus, die Rechnung wirkt, als käme sie vom echten Lieferanten. Rat der Verbraucherzentrale Thüringen: IBAN und Kontoinhaber mit früheren Rechnungen oder der Firmenwebsite abgleichen, neue Bankdaten telefonisch bestätigen lassen (nicht über Kontaktdaten aus der Mail), sich nicht drängen lassen und bei einem Schaden sofort Bank, Geschäftspartner und Polizei informieren. Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Thüringen vom 30.03.2026 ↗
Fake-Rechnungen von „Sixt Server“
Absender und Masche: Laut Watchlist Internet ist „Sixt Server“ eine erfundene Firma ohne Bezug zu Sixt. Betrag meist 2.139,06 Euro, die Leistung (Cloud-Hosting 2026/2027) ist vage beschrieben, die angegebene IBAN ist eine deutsche, was nichts über die Echtheit sagt. Rat der Quelle: intern prüfen, ob ein Vertrag besteht, sowie Firma und Kontaktdaten prüfen. Hinweis: Die Quelle stammt aus Österreich, eine Verbreitung in Deutschland ist dort nicht belegt. Quelle: Watchlist Internet vom 18.06.2026 ↗
Gefälschte Schreiben des Bundeszentralamts für Steuern
Absender und Masche: Laut Verbraucherzentrale Sachsen geben sich Kriminelle als BZSt aus und verlangen die Bestätigung der IBAN für ein angebliches SEPA-Lastschriftmandat. Merkmale: Logos, Aktenzeichen und behördliche Formulierungen, sehr kurze Fristen, Drohungen, Buchstabendreher in Bezeichnungen oder Adressen. Rat der Verbraucherzentrale: unter Druck die Nachricht ignorieren, keine Links anklicken, keine persönlichen oder finanziellen Daten preisgeben und bei Zweifeln direkt beim Bundeszentralamt für Steuern nachfragen. Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen vom 22.07.2026 ↗
Rechnungen für nie bestellte Abos aus Hongkong
Absender und Masche: Laut t-online warnen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) vor gefälschten Abo-Rechnungen unter Namen wie Novavitalia, Bongo-Chat, Astrolonova und Fitnovaness, dahinter steht laut Warnung die Margot Brands Limited in Hongkong. Betrag: 200 Euro oder mehr für nie bestellte Abos. Rat der Verbraucherzentrale: nicht zahlen und schriftlich widersprechen. Rat des BACS: ignorieren und keine Links anklicken. Quelle: t-online vom 24.07.2026 ↗
Ältere Fälle
Zum Vergleich ein Fall aus dem Jahr 2022. Die Seite macht keine Aussage über den heutigen Zustand der genannten Firma.
Warnung der IHK Osnabrück vor Rechnungen „humedical“ (2022)
Die IHK Osnabrück warnte 2022 vor Rechnungen der ALPHA RIBS GmbH (Grabau) unter dem Namen „humedical“: Rechnungen mit älteren Daten (2020, Oktober 2021) plus Mahnungen mit aktuellem Datum, angeblich für bestellte Corona-Schnelltests und Schutzmasken. Die Betroffenen hatten nichts bestellt. Rat der IHK: Rechnung prüfen und gegebenenfalls die Polizei einschalten. Laut Deutschem Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität (DSW) besteht keine Zahlungspflicht. Quelle: IHK Osnabrück, Stand 04.07.2022 ↗
Was die Zahlen sagen
Wirtschaftskriminalität: 2,76 Milliarden Euro Schaden
Das Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2024 des BKA nennt 61.358 Fälle (plus 57,6 Prozent), davon 39.207 Betrugsfälle (2023: 18.092). Der Schaden beträgt 2,76 Milliarden Euro. Das BKA weist keine eigene Zahl für Rechnungsbetrug oder Zahlungsumleitung aus, die Zahlen sind deshalb nur der Rahmen. Quelle: BKA, Meldung vom 31.07.2025 ↗
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So hilft der Rechnungscheck
Gegen die Masche mit der ersetzten IBAN hilft der Abgleich mit der Vergangenheit. Unser Rechnungscheck vergleicht die Bankverbindung jeder Eingangsrechnung mit der Historie des Lieferanten und warnt, wenn sie abweicht, die Prüfziffer nicht stimmt, das IBAN-Land nicht zum Firmensitz passt oder dieselbe IBAN plötzlich bei einem anderen Lieferanten auftaucht. Bei Eingang über die Postfach-Anbindung prüfen wir zusätzlich die Absenderdomain. Die formale Prüfung einzelner E-Rechnungen ist ohne Konto kostenlos.
Kurz beantwortet
Wie erkenne ich eine aktuelle Fake-Rechnung?
Gleichen Sie IBAN und Kontoinhaber mit früheren Rechnungen oder der Firmenwebsite ab, so rät es die Verbraucherzentrale Thüringen. Warnsignale sind laut EWE Business-Magazin eine geänderte Konto- oder Rechnungsverbindung und eine unplausible Kunden- oder Rechnungsnummer. Eine Rechnung für eine Leistung, die Sie nie bestellt haben, ist ein eigenes Warnsignal.
Was tun bei einer Rechnung für ein Abo, das ich nie bestellt habe?
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät laut t-online, nicht zu zahlen und schriftlich zu widersprechen. Das Schweizer BACS rät, die Rechnung zu ignorieren und keine Links anzuklicken. Prüfen Sie intern, ob es einen Vertrag oder eine Bestellung gibt.
Was tun, wenn die Rechnung vom echten Lieferanten kommt, aber die IBAN neu ist?
Laut Verbraucherzentrale Thüringen neue Bankdaten telefonisch bestätigen lassen, nicht über Kontaktdaten aus der Mail, und IBAN und Kontoinhaber mit früheren Rechnungen abgleichen. Den genauen Ablauf finden Sie unter Bankverbindung geändert.
Noch Fragen zu Ihrem Fall? Schreiben Sie uns, wir antworten persönlich.
Häufige Fragen: aktuelle Betrugsmaschen
Welche Betrugsmaschen mit Rechnungen sind 2026 aktuell?
Belegt sind in dieser Übersicht vier Warnungen aus 2026: manipulierte Rechnungen mit ersetzter IBAN (Verbraucherzentrale Thüringen, März), erfundene Cloud-Hosting-Rechnungen „Sixt Server“ (Watchlist Internet, Juni), gefälschte BZSt-Schreiben (Verbraucherzentrale Sachsen, Juli) und Abo-Rechnungen aus Hongkong (Verbraucherzentrale Baden-Württemberg laut t-online, Juli).
Wie läuft Rechnungsbetrug über abgefangene E-Mails ab?
Täter verschaffen sich Zugang zur E-Mail-Kommunikation, fangen Rechnungen ab und ersetzen die IBAN im PDF. Die Rechnung kommt scheinbar vom echten Absender, auch erwartete Rechnungen sind betroffen. So beschreibt es die Verbraucherzentrale Thüringen.
Gibt es eine offizielle Zahl zu Rechnungsbetrug in Deutschland?
Das BKA weist dafür keine eigene Zahl aus. Das Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2024 nennt 39.207 Betrugsfälle und 2,76 Milliarden Euro Schaden, ohne Rechnungsbetrug oder Zahlungsumleitung gesondert zu beziffern.
Muss ich eine Rechnung für ein nie bestelltes Abo bezahlen?
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät laut t-online, nicht zu zahlen und schriftlich zu widersprechen. Wer nichts bestellt hat, sollte die Rechnung nicht begleichen, sondern intern prüfen, ob ein Vertrag besteht.
Was ist ein gefälschtes BZSt-Schreiben?
Laut Verbraucherzentrale Sachsen eine Phishing-Nachricht im Namen des Bundeszentralamts für Steuern, die zur Bestätigung der IBAN für ein angebliches SEPA-Lastschriftmandat auffordert. Die Verbraucherzentrale rät, unter Druck die Nachricht zu ignorieren, keine Links anzuklicken und im Zweifel direkt beim Bundeszentralamt für Steuern nachzufragen.
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